Für Tom Cruise könnte es im Herbst nächsten Jahres eng auf der Internationalen Raumstation werden.
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Tom Cruise, 58, bekommt bei seinem neuen Weltraumprojekt überraschend Konkurrenz. Wie berichtet soll der Hollywood-Star im Oktober nächsten Jahres zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen, um dort mit dem Regisseur Doug Liman, 55, einen Film zu drehen. Nun teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau mit, dass im „Herbst 2021“ eine Sojus-Kapsel mit Schauspielern zur ISS aufbrechen werde, ebenfalls um einen Spielfilm zu drehen. Mit ihm solle die Raumfahrt in Russland populärer gemacht und der Beruf des Kosmonauten „glorifiziert“ werden. Die Handlung des Films und auch die Schauspieler sind allerdings noch nicht bekannt. Es solle eine offizielle Ausschreibung geben, hieß es weiter.

Damit ist der Wettlauf mit den Amerikanern öffentlichkeitswirksam gestartet. Den Film produzieren werden unter anderem der Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin und der halbstaatliche TV-Sender Perwy Kanal. Ob der Ausflug ins All ein Spaziergang werden soll? Raumfahrer benötigen für ihren Einsatz auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde in der Regel ein monatelanges Training. Zahlreiche Kosmonauten sagten allerdings in russischen Medien, dass sie keine Bedenken hätten, Schauspieler zur ISS zu schicken. Weltraumtouristen seien bereits im All gewesen, das könnten auch Schauspieler schaffen, sagte etwa der Raumfahrer Sergej Rjasanski dem Internetportal gazeta.ru. Rjasanski war 2017 auf der ISS.

Tom Cruise und Doug Liman werden in einem „Crew Dragon“-Raumtransporter von Elon Musks Firma SpaceX ihre Reise antreten. Kommandant wird der erfahrene Astronaut Michael Lopez-Alegria sein. Ein Platz ist hier noch frei. Vielleicht probieren es die Amerikaner auch noch mit einer Ausschreibung? 

Werner Herzog, 78, möchte seine geopolitische Kompetenz unter Beweis stellen und deswegen auf die positiven Seiten der Politik von US-Präsident Donald Trump aufmerksam machen. „Er hat keinen neuen Krieg angefangen, er hat Nordkorea nicht bombardiert, er hat Russland nicht bombardiert, er hat den Iran nicht mit einem Großkrieg überzogen“, sagte der aus München stammende, seit geraumer Zeit in den USA lebende Regisseur in dem Podcast von Moderatorin Sandra Maischberger auf Spotify. Dies allein sei bemerkenswert, „das haben seine Vorgänger anders gemacht.“ Manches sei aber auch „langfristig katastrophal“, gibt Herzog immerhin zu bedenken.

Regisseur Werner Herzog: „Die USA haben Trump gewählt.“
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Er selbst ist deutscher Staatsbürger und wählt in den USA nicht. Vielmehr sieht sich Herzog als Beobachter und stellt fest: „Die USA haben Trump gewählt, und zwar deswegen, weil ein riesiger Bestandteil der Bevölkerung vernachlässigt ist, vergessen ist, ohne Bildungschancen ohne kulturelle Aussichten ist – das ist das gesamte Heartland (deutsch: Kernland).“

Pete Townshend, 75, hat durchs Gitarrespielen seine Kindesmisshandlungen verarbeiten können. „Das Gitarrenspiel hat mich aus dem Käfig befreit“, sagte der Musiker von der britischen Rockband The Who in einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung. Als Vierjähriger sei er für einige Jahre zu seiner Großmutter geschickt worden. „Ich war todtraurig, weil sie mich so schlimm behandelte.“ Die rabiate Art der Großmutter habe ihn damals sehr geprägt. „Aus dem hübschen, fröhlichen Kind wurde ein verschlossener, ruinierter Junge, der fortan in einer Fantasiewelt lebte und keine Freunde mehr finden konnte.“ Mit zwölf habe er dann die Liebe zur Gitarre entdeckt.

Pete Townshend: „Das Gitarrenspiel hat mich aus dem Käfig befreit.“
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Bei Konzerten zertrümmerte Townsend dann später regelmäßig Gitarren. „Ich habe heute noch viele Narben vom Gitarrenzerstören, so als ob ich im Krieg gewesen wäre.“ Mehrfach seien auch andere Menschen Opfer seiner berühmt-berüchtigten Zerstörungsorgien geworden: „Ich erinnere mich, wie ich bei den Live-Aufnahmen zur Rockoper ,Tommy‘ meine Gitarre in die Luft und dabei unabsichtlich ins Publikum schleuderte. Ein junges Mädchen packte mich später am Arm und beklagte sich, dass sie am Kopf getroffen wurde. Sie musste zwischendurch ins Hospital, um die Platzwunde nähen zu lassen. Ich entschuldigte mich und schenkte ihr die Gitarre, worüber sie nicht unglücklich schien.“