Berlin - Lesern kann es im Grunde egal sein, in welchem Verlag ein Buch erscheint, Hauptsache, es lässt sich im Buchhandel erwerben. Einem Autor ist das weniger gleichgültig, denn es knüpfen sich Sorgfalt dem Manuskript gegenüber, Aufmerksamkeit über Werbung und Presse, die Akzeptanz im Buchhandel und natürlich das Geld daran. Als Monika Maron 1980 für ihren ersten Roman einen Verlag suchte, fand sie ihn nicht in dem Staat, in dem sie lebte und in dem die Geschichte angesiedelt war, in der DDR. Der S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main druckte den Roman „Flugasche“.

Die Autorin blieb noch ein paar Jahre in Pankow wohnen, bis sie den Staat, der ihre Texte ohnehin nicht wollte, verließ. Als sie in den Westen kam, führte sie gerade einen öffentlichen Briefwechsel mit dem Münchener Schriftsteller Joseph von Westphalen im Zeit-Magazin, sie war prominent. Zwar musste sie sich in Hamburg eine Wohnung suchen, doch ein Zuhause hatte sie bereits – den Verlag, der nach „Flugasche“ bereits zwei weitere Bücher von ihr veröffentlicht hatte und bald darauf auch die deutsch-deutschen Briefe in Buchform herausbrachte.

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