Der Kunstsammler Thomas Olbricht zieht sich aus Berlin zurück. 
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BerlinGerade hat sein «me Collectors Room» in Berlin zehnjähriges Bestehen gefeiert, nun zieht sich Sammler Thomas Olbricht nach Essen zurück, wo er mit seiner Frau Claudia lebt. Dorthin soll künftig die Vermittlungsarbeit in der kulturellen Bildung verlegt werden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heißt.

In die Räume in der Auguststraße - einer der Hotspots der Berliner Kunstszene - soll nach Umbauarbeiten die Sammlung Peter Janssen als «Samurai Museum Berlin» einziehen, mit einer umfangreichen Kollektion zu Ästhetik, Handwerks- und Kriegskunst der japanischen Kämpfer.

In Essen unterstützt die Stiftung Olbricht bereits eine Schule und plant weitere Partnerschaften in der Region, um kulturelle Bildung zu fördern. Mit dem Museum Folkwang in Essen wird ein Programm «Artistin Residence» vorbereitet. Bis Ende nächsten Jahres soll das Olbrichtsche «Wunder kammerschiff» weiter als musealer Raum durch Brandenburg fahren.

Noch kurz vor Beginn der Corona-Krise hatte Olbricht die umfassende Ausstellung «Moving energies» mit Höhepunkten seiner Sammlung eröffnet. Dabei zeigte er Arbeiten unter anderem von Gerhard Richter, Pipilotti Rist, Timm Ulrichs, Louise Lawler, Günther Uecker, Thomas Schütte, Katharina Fritsch, A.R. Penck, Emil Nolde, Imi Knoebel, Joseph Beuys und Cindy Sherman.