Bereits vergangene Woche ist Matusseks Anwalt Joachim Steinhöfel vor dem Landgericht Hamburg mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung gescheitert. Damit wollte Matussek verhindern, dass das Erste am späten Sonnabend die mit ihm als Gast aufgezeichnete RBB-Produktion „Kurt Krömer Late Night Show“ ausstrahlt.

Während der Aufzeichnung vor Publikum im Berliner Ensemble hatte Krömer Matussek ein „hinterfotziges Arschloch“ genannt und ihn gefragt, ob er ein „Puffgänger“ sei.

Auch Steinhöfels Versuch in zweiter Instanz, die Ausstrahlung zu verhindern, verlief erfolglos. Laut Medienberichten hat auch das Hamburger Oberlandesgericht entschieden, dass die Satirefreiheit in diesem Fall Vorrang vor Matusseks Persönlichkeitsrechten hat.

Nach dem OLG-Urteil sei auch die Wiederholung oder Verbreitung der Show im Netz oder auf DVD zulässig. (BLZ)