Schauspieler Dieter Laser spricht beim Probenbeginn für die 69. Bad Hersfelder Theater-Festspiele.
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Berlin Der Schauspieler Dieter Laser ist tot. Das teilte seine Frau Inge Laser am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Dieter Laser starb bereits am 29. Februar in Berlin. Wenige Tage zuvor, am 17. Februar, war er 78 Jahre alt geworden.

Die markante äußere Erscheinung prädestinierte Dieter Laser früh für die Charakterrolle des Fieslings. In Volker Schlöndorffs Böll-Verfilmung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ spielte er den schmierigen Boulevardreporter Tötges, und in Ulf Miehes einer Novelle von Theodor Storm nachempfundenem Film „John Glückstadt“ verkörpert er den gesellschaftlichen Außenseiter John Hansen, dem es trotz redlicher Bemühungen nach einer Haftstrafe nicht gelingt, in ein bürgerliches Leben zurückzukehren. Dieter Laser, der in den 60er-Jahren von Gustaf Gründgens am Hamburger Schauspielhaus entdeckt und gefördert worden war, wurde in den 70er-Jahren zu einem charakteristischen Darsteller des Neuen Deutschen Films, der in ambitionierten Werken von Bernhard Sinkel, Rainer Erler und Hans W. Geißendörfer häufig Hauptrollen übernahm.

In Sinkels deutschem Geschichtsdrama „Väter und Söhne“ reüssierte Laser neben Burt Lancaster, Bruno Ganz und Katharina Thalbach als Industriellensohn Friedrich Deutz. Die zerstörerische Kraft der deutschen Geschichte wirkte ganz unmittelbar in Lasers Biografie hinein. Er war der Sohn des hoch dekorierten Wehrmachtsoffiziers Oskar Laser, der an der Ostfront ums Leben kam, als Dieter Laser vier Jahre alt war.