„Die Scham vor der Vergewaltigung ist die Scham vor dem Unaussprechlichen“: Romanautorin Meena Kandasamy.
LAIF/Isolde Ohlbaum

Eine Vergewaltigung ist eine Niederlage. Dieser Satz, den man mitten in diesem Buch findet, enthält schon die perfide Umkehrung von Schuld und Scham, die jeder sexuelle Missbrauch beinhaltet. Nicht der Täter sieht sich als Verlierer, nicht er schämt sich, sondern das Opfer. Und wenn der Mann, der vergewaltigt, kein Fremder ist, sondern der Partner, mit dem man morgens am Frühstückstisch sitzt, dann sagt sich das Opfer auch noch, dass es sich diesen Gewalttäter selbst ausgesucht hat. Und auch wenn „das Opfer“ grammatisch ein Neutrum ist, ist es meist eine Frau, wie auch die Protagonistin in diesem Buch mit dem Titel „Schläge“.

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