BerlinDer Saal der Volksbühne ist leer. Ich fühle mich beobachtet. Vielleicht guckt jemand vom Lichtpult durch die Glasscheibe hinter den letzten Sesselreihen herein, vielleicht werde ich per Video irgendwo im Haus verfolgt, oder sitzt jemand im Schnürboden oder im Kronleuchter und guckt auf mich herab? Wahrscheinlicher ist, dass niemand von mir Notiz nimmt. Wieso auch, es passiert ja nichts. Ich bin doch nur ein Zuschauer.

Die Idee für diesen und kommende Artikel einer kleinen Serie ist aus einer Sehnsucht entstanden. Wir wollen ausschwärmen und den pandemiebedingt geschlossenen Kultur-, Bildungs- und Freizeitorten dieser Stadt Besuche abstatten, in sie hineinspüren, uns vergewissern, dass sie noch da sind. Ihnen in ihrem künstlichen Koma gewissermaßen die Hand halten und sie merken lassen, dass wir an sie denken. Ob sie gut schlafen?

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