Berlin - Die Abfahrt in der Hasenheide würde man als Skifahrer einen Idiotenhügel nennen. Aber der Berliner ist bescheiden. Wenn schon mal Schnee liegt, ist ihm jedes Gefälle recht. Das Kind muss erst mal lernen, dass man die Schlittenkufen mit Stahlwolle entrosten kann. Im Park angekommen, staunt man, wie viele Leute trotz Klimawandels noch ein solches Gefährt besitzen. Und wie viele nicht. Im Nachbarschaftsnetzwerk lautet die derzeit die allerhäufigste Frage: Wer kann uns einen Schlitten leihen?

Es ist eine seltene Mischung, die sich in diesen Tagen unter der Statue von Turnvater Jahn versammelt hat. Der Schnee vereinigt Parallelgesellschaften, Neuköllner aller Länder und Altersgruppen. „Yalla!“, ruft ein Vater, als er dem Schlitten, auf dem die kleine Tochter sitzt, den entscheidenden Stoß gibt. „Last one“, sagt ein anderer zu seinem Sohn, es dämmert ja schon. Boomer, Millennials, Gen Z und die Generation Alpha haben endlich mal Spaß zusammen. Das Glück, das der Schnee erzeugt, die – nun ja – Geschwindigkeit beim Runterfahren, das Weiß, die Kälte, es bringt alle zusammen.

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