Noch ohne Kreuz, dafür kreuzritterisch beschriftet: Kuppel des Berliner Schloss-Neubaus.
Foto: ZB-Funkregio Ost/Sven Braun

Berlin - Architektur ist eine Sprache, mit der Botschaften aus dem Heute in eine oft sehr ferne Zukunft transportiert werden. Welche Botschaft wird also verkündet, wenn die Bundesrepublik ein 17 Tonnen schweres goldenes christliches Kreuz nachschaffen lässt, um es auf ihr wichtigstes Museums- und Ausstellungshaus für animistisch, buddhistisch, hinduistisch, muslimisch oder sonstwie nicht-christlich geprägte Kulturen zu stellen? Ein Haus, in dem wesentlich Sammlungen gezeigt werden, die infolge des europäischen und deutschen Kolonialismus nach Berlin gelangten. Welche Botschaft geht von einer nachgeschaffenen Inschrift aus, die das „Heil“ der Welt nur jenen verspricht, die an Jesus Christus glauben? Eine religiöse und kulturelle Anmaßung Europas, der Millionen Menschen und viele Kulturen zum Opfer gefallen sind.

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