Berlin - Ende Mai haben sich der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) und das Internationale Komitee zur Erhaltung des Technischen Erbes (TICCIH) eindeutig gegen den geplanten Vollausbau des historischen Gasometers in Schöneberg mit einem Bürohaus gewandt. Das hat mit dem anhaltenden Protest der Anwohner auch dazu beigetragen, dass Bündnis 90/Die Grünen in der vergangenen Woche im Bauausschuss des Bezirks Schöneberg-Tempelhof durchgesetzt hat, dass die Pläne von den Abgeordneten noch einmal genauer betrachtet werden können.

Dabei tritt gerade der von den Grünen gestellte Baustadtrat seit Jahren für das Projekt ein. Der Senat hat mit einem Besuch auf dem Gelände in der vergangenen Woche ebenfalls gezeigt, dass er bereit ist, den Denkmalschutz und ältere Verabredungen hintenan zu stellen. Die von dem Investor Reinhard Müller versprochenen zwei- bis dreitausend Büroarbeitsplätze, die hier entstehen könnten, sind das Argument, die Deutsche Bahn ist als Mieter im Gespräch. Müller hat im Vorgriff auf das noch zu genehmigende Ausbauprojekt, die Bodenwanne und die Gleitwände des einstigen Speichers bereits abreißen lassen.

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