BerlinDas schwedische Fotografiemuseum Fotografiska will eine Dependance in Berlin eröffnen. Der Ableger soll Ende 2022 im früheren Kunsthaus Tacheles eröffnen, wie das Museum und der Projektentwickler pwr development am Donnerstag ankündigten.

Nach dem Mauerfall hatten Künstler die Gebäuderuine besetzt, derzeit wird das denkmalgeschützte Haus am Oranienburger Tor saniert. Auf dem Areal entstehen auch mehrere Neubauten mit Büroflächen, Eigentumswohnungen und Läden.

Die Planung hatte das Architekturbüro Herzog & de Meuron übernommen. Die Schweizer gestalten in Berlin auch das Museum der Moderne. Das Tacheles war 2012 geräumt worden. Das Grundstück war eine der letzten Brachen im Bezirk Mitte.

Neben dem Museum in Stockholm betreibt das Fotografiska Ableger in New York und Tallinn. In Berlin werde Fotografiska das ehemalige Kunsthaus mit insgesamt rund 5500 Quadratmetern Fläche für das Fotomuseum nutzen, auch ein Restaurant sei geplant.

„Fotografiska Berlin wird sowohl Ausstellungen berühmter Fotografen als auch aufstrebender Künstlerinnen und Künstler zeigen“, hieß es in der Mitteilung. Angedacht ist, bis zu sechs Ausstellungen gleichzeitig zu präsentieren. Auch eine Akademie sei geplant.