Ein Mann in voller Rüstung, mit gespanntem Bogen und hohem Helmschmuck erscheint erst einmal immer gefährlich, da mag das Pferd neben ihm noch so zutraulich den Kopf wenden. An diesem Mann, jedenfalls der Puppe, mit den straff gelegten Platten an Brust, Armen und Beinen, muss man aber vorbei, um in den dunklen Gang hinein ins neue Berliner Samurai-Museum zu gelangen. Es ist eine durchaus angemessene Einstimmung. Auf den folgenden 1500 Quadratmetern wird mit mehr als 70 Rüstungen, 200 Helmen, 160 Schwertern und Dolchen dem Krieg, den Waffen und einer ausschließlich durch ihre umfassende Gewaltbereitschaft herrschenden sozialen Kaste gehuldigt, wie man es in Berlin wohl mindestens seit der Schließung der Militär-Ausstellungen im damaligen Zeughaus-Museum 1939 nicht mehr erleben konnte.

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