Wismar - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat am Sonntag auf dem Wismarer Marktplatz den Unesco-Welterbetag in Deutschland eröffnet.

„Die Welterbestätten verlangen von uns Respekt vor dem, was unsere Vorfahren aufgebaut und geleistet haben. Sie verlangen von uns auch Arbeit und Engagement“, sagte die Ministerpräsidentin bei der bundesweiten Eröffnungsveranstaltung. Die Altstadt von Wismar war vor 20 Jahren gemeinsam mit der von Stralsund in die Welterbeliste der UN-Organisation aufgenommen wurde. Es sei wichtig, den Gedanken des Welterbes an kommende Generationen weiterzugeben.

Laut der Webseite des Welterbe-Tags zählen in ganz Deutschland insgesamt 51 Kultur- und Naturerbestätten zum Unesco-Welterbe. Hierzu gehören neben Monumenten wie dem Kölner Dom oder zeitgeschichtlichen Denkmälern wie dem Obergermanisch-Raetischen Limes auch Industriekomplexe wie die Zeche Zollverein in Essen. In Schleswig-Holstein ist der Altstadtkern Lübecks in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen und auch die Wikingerstätten Danewerk und Haithabu stehen auf der Liste.

Positive Bilanz gezogen

Die Unesco-Kommission und der Verein Unesco-Welterbestätten Deutschland zogen eine positive Bilanz des Tages. Mit so vielen Veranstaltungen wie nie zuvor habe bundesweit der Unesco-Welterbetag stattgefunden. Rund 250 Führungen, Ausstellungen, Konzerte und Mitmachaktionen lockten demnach den ganzen Tag über tausende Besucherinnen und Besucher an Deutschlands Welterbestätten.

Schwesig erinnerte zudem daran, dass sie sich den Welterbe-Status auch für das Schweriner Schloss nebst Gärten und Parks sowie den umliegenden Gebäuden wünsche. Neben dem Residenzensemble sehe sie auch die astronomische Uhr der St. Marien-Kirche in Rostock als Kandidatin: „Ein 600 Jahre altes Wunderwerk von Technik und Handwerk“.