Es weht keine Regenbogenfahne an der Lützowstraße 73, doch das Spektral-Farben-Logo an der Hauswand deutet unmissverständlich an, was dahinter Sache ist. Noch hantieren Bauarbeiter an der gelb-oliv-terrakottafarbenen Fassade, wurden vorige Nacht hektisch die letzten Kartons in die Archivständer, Bücher zur Gender-Thematik in die Bibliotheksregale gepackt, Bilder gehängt, Vitrinen gefüllt, Scheiben geputzt.

Das Schwule Museum Berlin am neuen Ort – eine ehemalige Druckerei mit großem Gewerbehof – ist empfangsbereit, das Datum gut gewählt. Heute ist der internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie, passend also für die Eröffnung eines Hauses mit so selbstbewusst bekennendem Namen. Schließlich sind es nicht Wände, Türen, Fenster, die das Schwulsein verkörpern. Es sind die Inhalte, denen das von einem Förderverein getragene und vom Senat seit 2010 mit 250.000 Euro pro Jahr unterstützte Museum – bisher das einzige in Europa – sich verschrieben hat: der Emanzipation, der Gleichstellung, dem Respekt und der Toleranz anderer Lebensweisen.

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