Berlin - Ganz zum Schluss hört man das verlorene E noch einmal. Als letzten Track ihres neuen Albums „Bam Bam“ haben Seeed ein Stück von Demba Nabé alias Boundzound alias Ear gesetzt, das dieser vor seinem überraschenden Tod im letzten Jahr aufgenommen hat. Gemeinsam mit Frank Dellé und Peter Fox hatte er die Band 1998 in Berlin gegründet. „What a Day“ heißt das Stück, das einzige englische auf dem Album. Die sonst inspiriert gemischtsprachige Gruppe singt nämlich diesmal nur auf Deutsch.

Nabés Beitrag fällt auch musikalisch aus dem Rahmen, eine sehnsüchtige, ausladend gecroonte Soulballade mit Streichern, die hoch über den Titel wehen. Die restlichen Stücke bewegen sich mit gewohnter Souveränität über die Ländereien aus Dancehall-Reggae, HipHop und Verwandtem, die sie seit je aufs Ertragsreichste verkuppeln, diesmal unterstützt von den Produzenten The Krauts, die einst ihren Hit „Ding“ verantwortet hatten, aber neben Peter Fox’ enormem „Stadtaffe“ auch das erste Solo von Nabé als Boundzound produzierten.

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