Berlin - Es war ein kleiner Moment, ein spontaner Klick. Doch dieser hat Anas Modamanis Leben verändert. Nicht zum Positiven. Das Selfie, das der junge Syrer im Sommer 2015 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) knipste, hat ihn berühmt gemacht. Und es hat dazu geführt, dass der heute 19-Jährige ein Opfer von Diffamierung, von Verunglimpfung, von Lügen, Hass und Hetze im Internet geworden ist.

Modamani lebte damals in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Spandau, die Merkel an diesem Tag besuchen wollte. Plötzlich waren viele Menschen da - und Modamani mittendrin. Als er neben Merkel stand, zückte er sein Smartphone und drückte auf den Auslöser. Ein Agenturfotograf hielt diesen Moment fest: Der Syrer, die lächelnde Bundeskanzlerin im himmelblauem Blazer und die überdimensional erscheinende Hand mit dem Smartphone in Nahaufnahme. Ein Schnapsschuss, wie ihn sich wohl jeder Fotograf bei solchen Terminen wünscht. Das Bild ging durch die Medien. Sogar Maybrit Illner lud den jungen Syrer in ihre Polit-Talkshow ein. 

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