Bekommt nun Geld vom Land: das C/O im Amerika Haus. 
Foto: dpa/Rainer Jensen

BerlinSo unverhofft dieses Bekenntnis der Berliner Senatsverwaltungen für Kultur und Wirtschaft kommt, so segensreich dürfte es sein für die Arbeit der weltweit geschätzten Fotogalerie C/O im Amerika Haus hinter dem Bahnhof Zoo, Hardenbergstraße 22–24. Die Senatoren Klaus Lederer und Ramona Pop erklärten am Freitag, mitten in den Veranstaltungen zum Art Week-Start, die private, durch einen Förderverein getragene Fotogalerie jährlich mit einer Viertelmillion Euro zu fördern. C/O -Chef Stephan Erfurt wertet diese Morgengabe des Landes Berlin als Anerkennung jahrelanger Arbeit für das Medium Fotografie und für Ausstellungen von Weltrang. Dazu gehören etwa Retrospektiven wie die für Irving Penn oder Sebastião Salgado, aber auch die Entdeckung junger Talente und wichtiger Positionen der DDR-Fotokunst, wie die eben beginnende Schau des Berliners Harald Hauswald.

Seit 2014, mit dem Umzug der Fotogalerie aus dem Postfuhramt Oranienburger Straße ins landeseigene Amerika Haus hinterm Bahnhof Zoo, stieg die Institution auf in die internationale Liga der Foto-Häuser. Damit erhöhte sich allerdings der finanzielle Aufwand. Jährlich benötigt die Einrichtung für ihre hochkarätigen Ausstellungen und die Betriebskosten drei Millionen Euro.

Zwei Millionen erwirtschaftet das Haus bislang durch Eintrittsgelder, Bücher/Plakatverkauf, Zuschüsse des Trägervereins sowie Spenden. Im Corona-Shutdown fielen die Tageseinnahmen komplett weg. Mit dem Senats-Engagement bleibt also ein jährliches Manko von etwa 500 000 Euro. Das C/O-Team ist zuversichtlich, diese Summe auch weiterhin durch großzügige Spenden von Foto-Mäzenen zu bekommen.