Die Satiriker Jan Böhmermann, Lisa Eckhart und Serdar Somuncu.
Foto: dpa/Balk/Heimken/Kästle

BerlinDie Satire à la Lisa Eckhart und Serdar Somuncu hat ein Problem. Immer wieder wird ihr Diskriminierung vorgeworfen, auch wenn sie eigentlich versucht, Diskriminierung zu entlarven. Auch Jan Böhmermann hat den Rassismus-Vorwurf schon gehört. Ist es also Zeit für eine neue Art der Satire oder müssen wir einfach wieder lernen, Satire zu verstehen?

Die Satire hat traditionell eine Mission. Sie klagt das an, was in einer Gesellschaft schiefläuft – Rassismus, Ungerechtigkeit und Unterdrückung zum Beispiel. Dafür stellt sie sich manchmal auf die Seite des Gegners, in Wahrheit aus Kalkül. Überspitzt schlüpft sie dann in jene Rollen, die sie eigentlich ablehnt oder angreift. Genau so machen es auch Lisa Eckhart und Serdar Somuncu. Beide spielen Rollen, die sie nicht so meinen. Eckhart spielt die rassistische Österreicherin, Somuncu den Hassprediger.

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