Auf der Senats-Baustelle in meiner Nachbarschaft herrscht Eile mit Weile. Der gelbe Kran steht seit letztem Jahr, wird selten mal bewegt, um Lasten von vorne nach hinten in den Schulhof der Charlotte-Pfeffer-Schule zu hieven. Jetzt hat die Natur sich des arbeitslosen Krans bemächtigt. Dessen Schwenkarm-Gelenk, in 30 Metern Höhe, erkor sich ein Rabenpärchen zum windigen Brutplatz. Das Nest sieht liederlich aus, gleicht jenen struppigen Reisigbündeln, wie sie einst der Turiner Arte-Povera-Pionier Mario Merz zu Naturkunstwerken erhob. Die konnten wir vor einigen Jahren noch in der Sammlung Marx im Museum Hamburger Bahnhof sehen.

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