Demonstrieren für (modische) Selbstbestimmung: „Das Bildungsministerium nährt die Vergewalitungskultur“ steht auf diesem Plakat bei einer Demo vor einer Genfer Schule.
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dpa/Salvatore Di Nolfi

Die Schweiz fällt eher selten durch progressive Frauenpolitik auf. Erst 1971 führte sie als eines der letzten europäischen Länder das Frauenwahlrecht ein, wirksam in allen Kantonen wurde dies aber erst vor 30 Jahren, als in Appenzell Innerrhoden das Wahlrecht für Frauen auch auf kantonaler Ebene rechtskräftig wurde. Seit 2004 ist häusliche Gewalt in der Ehe auch von Amts wegen strafbar, erst ein Jahr später wurden 14 Wochen Mutterschutz bezahlt. Bei vielen Zusatzversicherungen der Krankenkassen zahlen junge Schweizerinnen drauf, die Kosten für Geburt und Wochenbett werden allein ihnen angerechnet. Kurzum: Die Schweiz gilt nicht gerade als ein Kernland des Feminismus.

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