US-Schauspielerin Sharon Stone. 
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Sharon Stone (62) hat bereits vor einigen Tagen von ihrer coronainfizierten Schwester berichtet und Nicht-Maskenträger für die Erkrankung verantwortlich gemacht. Dabei lässt es die US-Schauspielerin nicht bewenden und legt auf ihrem Instagram-Kanal weiter nach. Nicht nur ihre Schwester Kelly, die an der seltenen Autoimmunerkrankung Lupus leidet, sei nach einer Infektion mit dem Coronavirus schwer krank, auch der Mann der Schwester sei betroffen und läge in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Montana. Stone, die Anfang der Neunzigerjahre mit dem Erotikthriller „Basic Instinct“ weltberühmt wurde, übte scharfe Kritik an den dortigen Zuständen. So gebe es Tests nur für Menschen, die schon Corona-Symptome hätten.

Auch Pfleger in den Kliniken könnten nicht getestet werden. „Sie riskieren ihr Leben, um anderen zu helfen, und werden nicht getestet“, sagt eine ungeschminkte und sichtlich erschöpfte Stone. Ihre „adoptierte“ Großmutter Eileen Mitzman und ihre Patentante seien bereits an Covid-19 gestorben. Ihre Anrufe bei Gesundheitsbehörden und dem Gouverneur von Montana würden entweder nicht angenommen oder nicht beantwortet, beklagt sich Stone. Währenddessen demonstrierten Menschen mit Waffen in der Hand für ihr Recht, keine Maske tragen zu müssen.

Gegen Ende des dreieinhalbminütigen Clips kommt die Schauspielerin zu dem Schluss, dass nur Wahlen die derzeitige Situation ändern könnten. Sie ruft die US-Wähler dazu auf, für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris zu stimmen. „Nur Frauen an der Macht werden für unsere Familien, für das Leben von Menschen, für Corona-Tests kämpfen“, so Stone. Die einzigen Länder, die in der Krise gut dastünden, seien Länder mit Frauen an der Macht. Stones emotionales Video endet mit einem knallharten Appell und einer Kampfansage an US-Präsident Donald Trump: „Wählt keinen Mörder!“

Cuba Gooding Jr. (52) steht bereits wegen Belästigungsvorwürfen vor Gericht, nun kommen weitere, schwere Anschuldigungen hinzu. Eine namentlich nicht genannte Frau reichte in New York eine Zivilklage gegen den Oscar-Preisträger ein, wie US-Medien am Dienstag berichteten. Sie gibt an, im Jahr 2013 in einem New Yorker Hotel von dem Schauspieler vergewaltigt worden zu sein. 

Laut Anklage traf sie Gooding in einer VIP-Lounge in Greenwich Village und sei mit ihm anschließend in sein Hotel in SoHo gefahren, wo sie Freunde treffen wollten. Gooding habe sie stattdessen überzeugt, mit ihm auf sein Zimmer zu gehen, wo er sich umziehen wollte. Dort habe er sie aufs Bett gestoßen und zweimal vergewaltigt, so die Anklage. Goodings Anwalt Mark Jay Heller wies die Vorwürfe als „falsch und meineidig“ zurück.

Der Schauspieler Cuba Gooding Jr. steht bereits wegen Belästigungsvorwürfen vor Gericht. 
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Gegen Gooding, der 1996 für seine Rolle in „Jerry Maguire“ den Oscar als bester Nebendarsteller gewann, hatten bereits im vergangenen Jahr mehrere Frauen Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe erhoben. Drei Frauen machten in einer 2019 eingereichten Klage geltend, sie seien in einer Bar oder in einem Restaurant von dem Schauspieler unsittlich berührt worden.

Gooding wies die Belästigungsvorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Das Verfahren sollte im April beginnen, doch wegen der Coronavirus-Pandemie wurde der Prozess aufgeschoben.

Rachel Weisz (50) macht es wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen und steigt ins äußerst lukrative Seriengeschäft ein. Die Schauspielerin, deren bisher größter Erfolg die oscarprämierte Darstellung der Menschenrechtsaktivistin Tessa in Fernando Meirelles’ „Der ewige Gärtner“ (2005) war, will als Produzentin und Hauptdarstellerin für Amazon Prime eine Thriller-Serie drehen.

Geplant ist eine Neuauflage von „Dead Ringers“ aus dem Jahr 1988. Die Hauptrolle in dem tragischen Psycho-Horrorfilm unter der Regie von David Cronenberg spielte damals Jeremy Irons, der im Film Zwillingsbrüder darstellte und kaum Schminke oder Requisiten benötigte, um zwei grundverschiedene Personen glaubhaft zu machen.

In der Neuauflage soll es zum Geschlechterwechsel kommen – mit Weisz in der Doppelrolle als identisch aussehende Frauenärztinnen, die sich privat und beruflich auf ein riskantes Spiel einlassen. Es seien rücksichtslose Charaktere, die die dunkle Seite von Medizin und Besessenheit enthüllen, zitierte das Branchenmagazin Variety am Dienstag aus einer Mitteilung von Amazon Studios.