Dass mehr als eine Seele in unserer Brust wohnt, ist keine neue Erkenntnis. Wohl aber, dass man daran nicht leiden muss, sondern viel Spaß haben kann. So wie die Londoner Sängerin, Rapperin und Produzentin Shygirl, die auf ihrer neuen EP von den Freuden erzählt, mit lustvoller Entschlossenheit nicht immer dieselbe zu sein. „Musik“, sagte sie dem Club-Magazine Mixmag, „ist eine Art Spielplatz, auf dem ich verschiedene Szenarien durchgehen und ihre Möglichkeiten ausloten kann“.

„Alias“ heißt die 20-minütige Sammlung, deren Cover einen Hautklumpen zeigt, aus dem bewimperte Augen, Nasenlöcher und geschminkte Lippen schauen. Hinter dem amorphen Gesicht liegen offenbar die vier Shygirl-Varianten, die sie Baddie, Bae, Bonk und Bovine nennt. Shygirl (das Alias der 27-jährigen Blane Muise) beschreibt sie als dominant in schwarzer Wäsche, feierwütig in Day-Glow-Bemalung, als blondes It-Girl und als distanzierte Rothaarige, die sie im Video zu „Slime“ selbst verkörpert.

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