BerlinSchaut die Frau an! Da tritt sie am Ende ihres Lebens noch einmal heraus aus der Unsichtbarkeit, in die sie in der Menopause gerutscht war. Die Idee hat sie aus der Depression befreit: sich selbst in die Luft zu sprengen und wenigstens „ein paar marktliberale Idioten“ mitzunehmen. Man wird über diesen Knall berichten – über den „feigen Anschlag“ einer „verwirrten Einzeltäterin“. Nur sie wird nichts mehr davon mitbekommen.

Die finsteren Gedanken, mit denen eine Namenlose in Sibylle Bergs „Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden“ auf ihr Leben als Frau zurückblickt, sind gespickt mit Widerstands- und Rachefantasien. Sie ereilen sie am Ende ihres Lebens, das sie mittellos und einsam auf einer Intensivpflegestation aushaucht.

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