Ed Sheeran ist ein Weltstar. Seine Alben und Songs schießen stets an die Chartspitze. Seine Konzerte: immer ausverkauft. Gestern stand Berlin auf der Liste seiner Stadiontournee. Und der Brite hatte eine große Überraschung im Gepäck.

Eine glasklare, kraftvolle Stimme. Dazu eine akustische Gitarre, eine Loop-Station und zahlreiche riesige Screens. Keine Spezialeffekte, kein Konfetti, keine Flammenwerfer, keine sexy Tänzerinnen, keine Backgroundsänger. Worauf die größten Stars der Pop-, Rock- und R’n’B-Welt setzen, hat Ed Sheeran nicht nötig wie er eindrucksvoll bewies.

Gewohnt lässig gekleidet, verzauberte der  Rotschopf seine Fans im Olympiastadion von der ersten Sekunde an. Und die, die bis dato keine Fans waren, wickelte er mit seinem Charme und einer großen Portion Humor ganz locker um den Finger: "Eins, zwei, drei - schreit", testete der 27-jährige sein Publikum  - und erntete ohrenbetäubendes Kreischen. 

Einer der ganz großen Entertainern unserer Zeit

Sheerans Ohrwurm-Melodien und Texte über Kindheitserinnerungen, die Liebe und Geschichten voller Emotionen trafen seine Zuschauer mitten ins Herz, brachten sie zum Nachdenken, zum Tanzen, Springen und Mitsingen: "Ich will, dass alle hier mitmachen", ließ er sein Publikum wissen. Und belohnte dieses mit Hits wie "Castle on the Hill", "Galway Girl", "I See Fire", "Photograph", Perfect", "Sing" und „Shape of You“.

So richtig rund ging es, als Sheeran beim Schlusssong "You need me, I don't Need You" ziemlich gute Beatbox-Qualitäten zum Besten gab und rappte, was das Zeug hielt.

Ed Sheeran mag auf den ersten Blick vielleicht optisch mehr Waschbär als Waschbrett sein, doch zählt er mit seinen 1,73 Meter zurecht zu den ganz großen Entertainern unserer Zeit und trifft mit seiner Musik mitten ins Herz.