Chorin - Mit einer Sonderausstellung wird im Kloster Chorin im Landkreis Barnim an die Geschichte des Ortes im Laufe von 750 Jahren erinnert. „Das Kloster war der erste norddeutsche Backsteinbau“, sagte Franziska Siedler, Leiterin des Eigenbetriebes Kloster Chorin, zu der Besonderheit des heutigen Denkmals.

Am kommenden Samstag öffnet die Sonderausstellung „750 Jahre Sehnsuchtsort Kloster Chorin“. Bis 2022 soll der historischen Ereignisse gedacht werden. 1272 wurden erstmals Zisterzienser in Chorin erwähnt. 1273 wurde in einer Urkunde die Verlegung der Abtei durch den Papst bestätigt. Die Choriner Klosterkirche wurde zum Vorbild für Kirchen in Berlin, Angermünde und Neubrandenburg.

Zisterzienser-Mönche begannen ab 1273 mit dem Bau der Kirche und der Anlage. Mit der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts löste sich das Kloster auf, die Mönche zogen aus. Das Gelände wurde Landeseigentum und künftig landwirtschaftlich genutzt. 1830 starteten nach Angaben von Siedler erste Restaurierungen. Der preußische Baumeister Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841) hatte sie in Angriff genommen.

Seit 2007 entstanden Ausstellungsräume. „Wir sind heute eine museumsähnliche Anlage mit 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche“, sagte Siedler. Alle mittelalterlichen Bauten sind zu besichtigen.

In der multimedialen Schau sind historische Fotografien, Filme und Ansichtskarten, aber auch Gemälde zu sehen. Man wolle erlebbar machen, wie sich das Bauwerk und seine Umgebung gewandelt habe, sagte Siedler.