Chorin  - Im 750 Jahre alten Kloster Chorin (Barnim) ist seit Samstag eine Sonderausstellung zu sehen, die an einen traditionsreichen Ort erinnert. Es sei jedes Mal etwas ganz Besonderes, die roten Backsteingiebel inmitten der großartigen Landschaft des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin zu sehen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) als Schirmherr zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten der Klosteranlage.

In den vergangen Jahren sei dieses historische und kulturelle Kleinod geschaffen worden, sagte er. Das Kloster sei nicht nur erhalten geblieben, sondern einer der bekanntesten, beliebtesten und lebendigsten Kulturorte des Landes geworden. Spirituelle Angebote, Theateraufführungen oder Kräuter- und Keramiktage gehörten mittlerweile zum Programm. Das Kloster sei seit Jahren Ort für den Musiksommer.

Die Ausstellung „750 Jahre Sehnsuchtsort Kloster Chorin“ erinnert an die Geschichte der Anlage. In der multimedialen Schau sind historische Fotografien, Filme und Ansichtskarten, aber auch Gemälde zu sehen.

Gestiftet von den Markgrafen zu Brandenburg lebten dort Zisterzienser-Mönche. Als Folge der Reformation wurde das Kloster aufgelöst. Seither wird der Bau säkular genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) auf die Ruine aufmerksam und engagierte sich für die Denkmalpflege.

Kloster Chorin ist heute eine museumsähnliche Anlage mit 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche.