BerlinEine junge Frau haust in ihrem Apartment voller Tonbandmaschinen, Keyboards und Plattenspieler. Sie tüftelt tagein, tagaus, nur selten kommt jemand zu Besuch, noch seltener setzt sie ihre Füße vor die Tür, um ein paar Schritte an der Seine mitten in Paris hin- und herzulaufen. Irgendwann gibt sie eine Party, es gibt etwas zu feiern: Denn trotz der mühseligen Einsiedelei und der ständigen Zudringlichkeiten schmieriger Musikproduzenten hat Ana ein paar Aufnahmen zustande bekommen, die sie selbst akzeptieren kann.

„Le choc du futur“ (Der Schock der Zukunft) von Marc Collin (Chef der Band Nouvelle Vague) stellt als relativ konventionell erzählter, hübsch anzuschauender Spielfilm eher eine Ausnahme des diesjährigen Soundwatch-Festivals dar. Seine Ausstattung labt sich genussvoll an ihrer 70er-Jahre-Ästhetik, die introvertierte Heldin (gespielt von Alejandro Jodorowskys Enkeltochter Alma) verkörpert eine Jeanne d’Arc der elektronischen Musik, die trotz aller Hindernisse „ihr Ding“ durchzieht und mehr Wert auf persönliche Integrität als auf Karriere legt.

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