Berlin - Sollten Sie sich fragen, wie Sie Ihrer Badewanne die bestmögliche Pflege angedeihen lassen können, so hilft an dieser Stelle ein Blick in Martha Stewarts Haushaltsfibel. Auf Seite 316 ist vermerkt, dass man die Wanne am besten nach jedem Gebrauch mit einem Frotteehandtuch auswischt, „das spart Stunden der Reinigung zu einem späteren Zeitpunkt“. Auch der Badewannenrand profitiert von einer täglichen Abwischung, das ersetzt aber nicht die Wochenroutine. Diese sieht den Einsatz von warmem Wasser und mildem Scheuermittel vor, das Schrubben des Badewannensiebes sowie das Entfernen von Haaren aus dem Abfluss. Stopfen aus Gummi werden dank einer weichen Zahnbürste und Geschirrspülmittel wieder blitzblank und schimmelfrei.  

Martha Stewarts „Homekeeping Handbook“, ein 740 Seiten starker Wälzer mit einer glücklich fensterputzenden Frau auf dem Cover, widmet sich der Reinhaltung des gesamten Hauses, vom Bad über die Kinderzimmer bis in die Küche. Schon im Inhaltsverzeichnis wimmelt es nur so von Begriffen wie Mopping, Dusting, Scrubbing und Polishing. Wer sich bis dato als reinlichen Menschen betrachtet hat, wird sich angesichts der puren Fülle von Texten unwillkürlich fragen, ob er beim Hausputz nicht doch etwas übersehen haben mag – ein winziges Staubkörnchen, ein Fleckchen am Tafelsilber, eine Schliere im Bad. Oder er wird gleich entnervt den Feudel in die Ecke werfen – einer wie Stewart kann man es eh nicht recht machen.

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