Altkanzler Helmut Schmidt tritt ohnehin außer Konkurrenz auf. Insofern war das erstmalige öffentliche Aufeinandertreffen der Töchter von Franz Josef Strauß und Rudolf Augstein sicherlich der Höhepunkt dieser zweitägigen Konferenz am vergangenen Wochenende in Hamburg. Sie beleuchtete, in all ihren historischen Facetten, die Spiegel-Affäre, die sich im Oktober zum 50. Mal jährt und die für die Demokratisierung der Bundesrepublik elementar war.

Als Monika Hohlmeier und Franziska Augstein am Sonntagnachmittag also die Bühne betraten, wirkte dies wie der Versuch, noch einmal Zeuge dieses auch rhetorischen Kampfs der beiden Protagonisten der Spiegel-Affäre zu werden. Die Politikerin Monika Hohlmeier und die Journalistin Franziska Augstein ließen vor dem inneren Auge der Zuschauer und Zuhörer die beiden Väter auferstehen. Wie die Strauß-Tochter, um ihre mit bayerischem Akzent vorgetragenen Aussagen zu unterstreichen, energisch mit dem Kopf wippte; wie in den Blicken und Worten der zierlichen Franziska Augstein die Ironie des vor bald zehn Jahren gestorbenen Spiegel-Gründers aufblitzte – Erinnerungen wurden wach.

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