Spielzeit 2012/2013: Robert Wilson bringt Peter Pan ans Berliner Ensemble

Berlin - Wilson zeige das Werk von James Matthew Barrie als „Stück für Kinder und Erwachsene“, sagte Peymann. Der US-Regisseur, der auch Bühnenbild und Lichtkonzept wieder selbst in die Hand nimmt, arbeitet dabei mit der „Peter Pan“-Übersetzung von Erich Kästner. Wilson hat bereits zahlreiche, sehr erfolgreiche Inszenierungen am Berliner Ensemble herausgebracht, darunter „Leonce und Lena“, die „Dreigroschenoper“, „Ein Wintermärchen“ und „Lulu“.

Das Wien-Festival

Peymann präsentierte zudem die Pläne für ein neues Festival, dem ersten Wien-Festival. Von Sonntag bis 5. Juli präsentiert das Berliner Ensemble Inszenierungen, Lesungen und Filme rund um die österreichische Hauptstadt. Eingeladen sind unter anderem das Wiener Burgtheater, das Theater in der Josefstadt und die IDance Company Wien. Eröffnet werde das Festival am Sonntag (22. April, 19.30 Uhr) vom Wiener Blechbläser-Ensemble Mnozil Brass.

Peymann betonte, das erste Wien-Festival sei nicht als Provokation für das Berliner Theatertreffen (4. bis 21. Mai) zu verstehen. Allerdings könne man das Theatertreffen auch nicht mehr ernst nehmen, fügte er hinzu. Die Auswahl sei „wie immer“. Dass er wieder einmal nicht eingeladen sei, finde er jetzt nicht mehr schlimm.

Höhepunkt IDance-Company

Auf dem Wien-Festival sind unter anderem Inszenierungen von Enrico Lübbe („Geschichten aus dem Wiener Wald“), Mona Kraushaar („Liliom“) und Gert Voss („Elisabeth II.“) zu sehen. Ein Höhepunkt soll der Auftritt der IDance Company am 2. Juni werden, die Künstler mit Down-Syndrom auftreten lässt.

Peymann stellte neben dem Wilson Projekt bereits weitere Pläne für die nächste Spielzeit vor: Gezeigt werden sollen unter anderem Inszenierungen von Katharina Thalbach („Was ihr wollt“) und Philip Tiedemann („Floh im Ohr“). Er selbst wolle entweder Harold Pinters „Die Heimkehr“ oder „Die Stützen der Gesellschaft“ von Henrik Ibsen auf die Bühne bringen.

20.000 Besucher mehr

Die gute Auslastung seines Hauses sei gut, sagte Peymann. Von August 2011 bis Ende März 2012 seien knapp 159.000 Besucher und damit fast 20.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2010/11 gekommen. Die Auslastung betrage 87 Prozent, die Einnahmen mehr als 2,5 Millionen Euro. „Wir spielten 2011 mit eigenen Einnahmen 29,5 Prozent des Gesamtbudgets ein.“ Viele andere Theater hätten hier nur eine Quote zwischen 10 und 15 Prozent. (dpa/dapd)