Berlin - Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, das sagt man so. Und große Geschenke? Die können zwiespältig sein, machen mitunter Probleme. Man nehme nur die Bilderschenkung des verstorbenen Cornelius Gurlitt (Schwabinger Kunstfund 2012), des unglückseligen Sohnes von Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt an das Berner Kunstmuseum vor vier Jahren. Eine Task Force, dann weitere Kunstforscher waren und sind bis heute befasst mit der Provenienz.

Die unlängst von Barbara Göpel (1922–2017), Kunsthistorikerin und Sammler-Witwe, so reich mit Beckmann-Bildern beschenkten Staatlichen Museen zu Berlin haben es sehr ernst genommen. Man hat den Hintergrund der Gemälde, der 42 Zeichnungen – das Kupferstichkabinett besaß bislang lediglich sechs Beckmann-Zeichnungen – und 52 Druckgrafiken überprüft. Jeglicher Verdacht, es könne sich gar um NS-Raubkunst handeln, scheint momentan ausgeräumt. Kein spektakulärer Fall also, der gemeldet werden müsste. Dabei war der 1966 verstorbene Kunsthändler Erhard Göpel auch einer jener Männer, die seinerzeit für das sogenannte Führer-Museum Linz unterwegs waren.

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