Jon Fosse ist ein bedenklicher Autor. Sein knapp gehaltener Wortschatz, seine repetierenden Satzstrukturen signalisieren „Kunst“; seine jenseits der Zivilisation angesiedelten Liebes-Rache-Natur-Dramen suggerieren „Essenzialismus“. Auch in der Prosa „Trilogie“, die der Komponist Peter Eötvös im Auftrag der Berliner Staatsoper und des Grand Théâtre Genf zu einer Oper verarbeitete, sind die Männer gewalttätig oder depressiv, die Frauen leidend oder aggressiv, führt jede Begegnung über kurz oder lang entweder zu einer Schwangerschaft oder zum Totschlag. Eine solche Welt aus elementaren Gefühlen und ohne Erklärungen ist für Opernkomponisten reizvoll.

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