Berlin - Eines muss man Gabor Steingart lassen: Die Kunst, sich elegant aus der Affäre zu ziehen, beherrscht der Journalist. In seinem Newsletter Morning Briefing widerrief er wortreich – etwas versteckt zwischen einer Meldung über Joe Biden und einer über den Lockdown – die Behauptung, das „Team Christian Lindner“ habe „dem gescheiterten CDU-Bewerber Merz sowohl ein Parteibuch als auch einen führenden Posten in der FDP angeboten“.

Genau das hatte er tags zuvor in seinem Newsletter behauptet. Dagegen waren Lindner und Merz vorgegangen. Deren Anwalt Christian Schertz, der bisher pikanterweise Steingart vertreten hatte, forderte einen Widerruf, die – abgesehen vom Schadensersatz – härteste Sanktionsmaßnahme, die das Presserecht im Falle von Falschbehauptungen kennt.

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