Dieser Schritt ist gut kalkuliert: Der 34-jährige Theaterregisseur Ersan Mondtag ist an die Öffentlichkeit gegangen. Er streitet sich mit der Bundesstiftung für Flucht, Vertreibung, Versöhnung, zeiht sie der Zensur und sieht sich in seiner Existenz bedroht. Das gibt den nötigen Spin, um im Deutschlandradio ein Interview unterzubringen und Kulturjournalisten von zwei überregionalen Zeitungen in Gang zu setzen, die die Geschichte zeitgleich recherchiert und am vergangenen Wochenende veröffentlicht haben. 

Und diese Geschichte geht so: Im September hat die Stiftung den für seine bildmächtigen Inszenierungen bekannten Theaterregisseur Ersan Mondtag und dessen vielerprobte, für ihre kräftigen, provokanten Texte bekannte künstlerische Partnerin, die Dramatikerin Olga Bach, beauftragt. Sie sollten im kommenden Sommer das zum Dokumentationszentrum der Stiftung umgebaute Deutschlandhaus vor der Eröffnung mit einer Performance bespielen.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.