Im Juli stellten Stiftungspräsident Hermann Parzinger und Kulturstaatsministerin Monika Grütters Reformpläne für die Preußenstiftung vor.
Foto: Christoph Soeder/dpa

Berlin - Die organisatorische Struktur und die Entscheidung über das Geld, das Kulturinstitutionen zur Verfügung gestellt wird, sind letztlich politische Machtfragen. Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man den langen, am Freitag auf der Internetseite der Staatlichen Museen Berlins veröffentlichten Brief von 19 Museumsdirektoren liest. Er ist ein in der deutschen Museumsgeschichte seltener und auch mutiger Bruch mit den üblichen Protokollwegen und straffen Hierarchien.

Offenbar erschien dieser Bruch den Direktoren notwendig, nachdem der Wissenschaftsrat den Staatlichen Museen vor vier Wochen mangelnde kulturelle und wissenschaftliche Wirkungskraft vorgeworfen hatte. Nun fordern die Direktoren vehement Mitsprache bei der angekündigten Reform der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie berufen sich dabei ausdrücklich auf das Papier des Wissenschaftsrats und kritisieren in bisher nie gelesener Härte die „Tendenz zur Zentralisierung und Konzentration von Aufgaben, ineffiziente Strukturen, überkomplexe Prozesse und Kommunikationsprobleme“. Es gebe „sicher keine vergleichbare Einrichtung, in der die Spielräume für die inhaltlich Verantwortlichen so begrenzt sind wie bei den Staatlichen Museen zu Berlin“.

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