Er ist wahrscheinlich das älteste Wandgemälde Berlins: der riesige, verblichene Baum, den Ben Wagin 1975 am S-Bahnhof Tiergarten an eine Hausfassade malte. Der Baum schreit, als habe er Schmerzen, ein Auspuff zielt auf ihn. Es war die Zeit, als der Umweltschutz auf die Agenda rückte. Auch in diesem Winter war der Aufschrei groß, denn es wurde bekannt, dass der „Weltbaum“ verschwinden soll. Hinter einem Neubau für Büros. 32 Meter hoch.

Damit wollte sich die urbane Kunstszene, allen voran der Schöpfer, nicht abfinden. Ein Weg sollte her, den Baum umzupflanzen – nun ist er gefunden. Am 5. Mai wollen Künstler einen neuen „Weltbaum“ neben der Kulturfabrik in der Lehrter Straße enthüllen. Damit setzen sie gleichzeitig den Startschuss für ein Graffiti-Festival, das im Mai Dutzenden Wänden in der ganzen Stadt einen neuen Anstrich verpassen wird.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.