Berlin - Die Rente beläuft sich auf 427,50 Euro im Monat. Das klingt nicht gut, aber solche Summen tauchen gelegentlich auf, wenn über die Altersarmut von Frauke F. oder Manfred M. berichtet wird, beide verfolgt von einigem Pech im Leben. In diesem Fall sind 427,50 Euro aber keine Ausnahme, sondern ein statistischer Mittelwert. Ermittelt nicht in Bulgarien, sondern in Deutschland nach einem vollen Berufsleben.

Es ist die Durchschnittsrente eines freiberuflichen Schauspielers oder Tänzers, der 45 Jahre lang in die Künstlersozialversicherung eingezahlt hat. In Berlin reicht das nicht einmal für die Miete. Die Zahl ist ernüchternd, neu ist sie nicht. Sie stand schon vor zwei Jahren mit dreihundert anderen Trostlosigkeiten im „Report Darstellende Künste“ über die Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland von Günter Jeschonnek, herausgegeben vom Fonds Darstellende Künste.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.