George Mazarakis weiß, dass er Geschichte macht. „Das hier ist größer als O. J. Simpson“, sagt der Fernsehproducer, der morgens um sechs ins Studio im Johannesburger Stadtteil Randburg eilt und erst um elf Uhr nachts wieder nach Hause schlurft: „Was wir hier tun, hat zuvor keiner getan.“

Mindestens drei Wochen lang wird der knapp 60-Jährige vom Ausschlafen nur träumen können. Der untersetzte Südafrikaner, der sonst ein wöchentlich vom Pay-TV-Sender MTN ausgestrahltes investigatives Magazin betreut, managt derzeit als Chefproducer den „Oscar-Pistorius-Prozess-Kanal“: Ein eigens für das Verfahren des beinamputierten Ausnahmesportlers eingerichtetes Programm. 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche werden auf dem Kanal Direktübertragungen aus dem Gerichtssaal, Talkshows zum Thema oder vorproduzierte Hintergrundberichte ausgestrahlt – sie werden über Satellit in Afrika und übers Internet in der gesamten Welt verbreitet. Schon in der ersten Ausstrahlungswoche habe der Kanal quotenmäßig alle anderen Satellitenprogramme übertroffen, sagt Mazarakis. „Und täglich nimmt das Interesse weiter zu.“

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