Irgendwie sitzt das noch in meinem Körper. Im Bett zu liegen, voll entspannt und dann mit einem starken Impuls laut „Mama“ zu schreien. Und dann die Schritte zu hören. Das erlösende Lächeln. Die Rettung. Wahrscheinlich habe ich das noch in der Pubertät gemacht. Wenn ich zu müde war nach der Schule. Einfach mal liegen und liegen lassen. Mama, die mich liebt, kommt und bringt mir einen warmen Kakao.

Ich liege jetzt auch beim Schreiben. Ich habe mir angewöhnt, das ganz bohemienmäßig zu zelebrieren, auf der Suche nach der verlorenen Zeit, den Blick sehnsuchtsvoll in den bewegten Himmel gerichtet. Schön. Natürlich ist meine Mama nicht immer gekommen, wenn ich gerufen habe. Selbstverständlich komme ich auch nicht jedes Mal gleich angedackelt, wenn meine pubertierenden Söhne mich alarmieren, weil ihnen in der Küche ein Glas runtergefallen ist. Aber irgendwie ist es dann doch gut, nach dem lautstarken Klirren und Scheppern nachzusehen und ja: zuzupacken. Weil ich die Hausschuhe anhabe und meine Söhne wieder barfuß sind.

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