Köln - Schaut man auf die Facebook-Seite der US-Meteorologin Liberté Chan, fällt auf: Die hübsche junge Frau trägt beruflich gerne Kleid – und zwar bunt und körperbetont. Sie präsentiert in Flieder, in Violett, in Pink oder in Gelb das Wetter für den Lokalsender KTLA 5 in Los Angeles.

Chan, deren Mutter aus China und Vater aus dem Kaukasus stammt, hat sogar eine eigene Mode-Website, da sie festgestellt hat, dass sich einige Zuschauer nicht primär für ihre Vorhersagen, sondern für ihre Kleider interessieren.

Am vergangenen Samstag sorgte eines ihrer Kleider aber für besonders viel Aufsehen - und für einen Eklat, der bereits unter dem Namen „Sweatergate“ seine Runden macht.

Chan trug in der Sendung ein schwarzes Kleid mit Spaghetti-Trägern. Es war weder zu kurz, noch zu tief ausgeschnitten. Mitten während ihrer Moderation ereignete sich dann ein skurriler Vorfall. Die Hand des Co-Moderators, die eine Strickjacke hielt, war plötzlich im Bild zu sehen.

Eine irritierte Chan fragte: „Was ist hier los?" und griff nach der Jacke. Verdutzt fragte sie: „Du willst, dass ich das anziehe? Warum? Weil es kalt ist?" Co-Moderator Chris Burrous antwortete: „Wir haben E-Mail erhalten." Chan war entsetzt: „Was?!? Wirklich? Okay, jetzt sehe ich aus wie eine Bibliothekarin.“

Chan bekommt auf ihrer Facebook-Seite viel Zuspruch. Auch Moderations-Kollegen unterstützen die Meteorologin. Über das Verhalten des Fernsehsenders, der die Situation auf denkbar unpassende Art während der Live-Moderation Chans regelte, regen sich hingegen viele Kommentatoren auf. In den E-Mails, die der Sender erhalten hat, sei das Kleid als „Cocktailkleid“, als „Abendkleid“ oder als „unprofessionell“ bezeichnet worden. Dennoch hätte man die Situation durchaus eleganter lösen können.