Als die englische Feministin Sylvia Townsend Warner 1926 ihren Debütroman „Lolly Willowes“ herausbringt, wird er ein großer Erfolg. Ihr poetisches und abgründiges, ihr erotisches und auch selbstironisches Plädoyer für all die Frauen, die in ganz England, ganz Europa unbeachtet wie die Brombeeren leben und alt werden, macht Mut, kurz vor dem Verfallsdatum als Brombeere sich zurückzubesinnen auf den eigenen süßen Willen. Dieser süße Wille will ein Zimmer für sich allein oder will, bei Bedarf, auch einfach einmal im Freien schlafen, egal wo oder mit wem. Der Roman von Sylvia Townsend Warner erzählt witzig die wüste Geschichte von Laura/ Lolly/Willowes, die dem Puppenleben als Frau eine Absage erteilt und Wege auftut, wie es sich als Hexe leben ließe.

„Man wird nicht zur Hexe, um Verderben bringend herumzurennen oder um hilfreich herumzurennen wie eine Gemeindeschwester auf einem Besenstiel. Man will dem allen nur entgehen – um ein eigenes Leben führen zu können, nicht eine Existenz, die einem von anderen zugeteilt wird …“

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