„Deine Haare waren wild, Dein Outfit schrill, und obwohl Du wenig gelacht hast und recht kühl wirktest, faszinierte mich Deine revolutionäre, unverbogene und starke Erscheinung.“ Anna Loos, seit zehn Jahren Sängerin der Band Silly, erinnert sich im Internet liebevoll an ihre legendäre Vorgängerin. „An Tamara Danz im Paradies“ steht über dem Text, den Loos schrieb. Danz, die bedeutendste Rocksängerin der DDR, starb 1996 mit 43 Jahren an Krebs. Sie hinterließ eine große Lücke. Am 14. Dezember wäre sie 65 Jahre alt geworden - und sicher nicht in die Rockerinnen-Rente gegangen.

„Sie war intelligent, selbstbewusst, verletzlich, aber auch derb, war laut und konnte auch sehr leise sein“, schreibt der letzte Chef des DDR-Plattenlabels Amiga, Jörg Stempel, auf der Internetseite tamara-tanz.de, die an die Sängerin erinnert.
Die gebürtige Thüringerin sang schon als Schülerin in einer Band und studierte in Berlin Gesang. Nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in Prag 1968 wurde sie nach eigenen Angaben „absoluter Staatsfeind“, schmiss das Studium und stürzte sich in den Rock'n Roll.

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