Til Schweigers Kritik am "Tatort"-Vorspann mit dem Fadenkreuz kommt gar nicht gut an. Nachdem sich schon Simone Thomalla, die in Leipzig als Eva Saalfeld Verbrecher jagt, empört darüber geäußert hatte, pflichten ihr andere nun im Magazin Closer bei. „Ich finde den Vorspann, gerade weil er so alt und dadurch Kult ist, wunderbar. Der soll bleiben!“, forderte Schauspielerin Ulrike Folkerts, die als Lena Odenthal in Ludwigshafen ermittelt.

Für Adele Neuhauser (Bibi Fellner/Wien) ist der Vorspann ebenfalls nicht wegzudenken – „auch wenn er vielleicht nicht mehr zeitgemäß sein sollte“.

Vorspann „ein Heiligtum“

Dominic Raacke (Till Ritter/Berlin) sieht im Vorspann „ein Heiligtum“, das sich nicht einfach ändern lasse. Für Ulrich Tukur (Felix Murot/Wiesbaden) ist der „Tatort“ „eine Kirche mit einer großen, gläubigen Gemeinde“. „Am Wochenende ist Gottesdienst. Eine Kirche erneuert man spirituell und von innen heraus und nicht, indem man den Glockenturm abreißt“, sagte er. „Auch ist Eulenspiegel kein Martin Luther. Bis der auftaucht, um sein großes Reformwerk zu beginnen, sollen die Glocken die Messe ruhig weiter in gewohnter Manier einläuten.“

Im September will Schweiger das erste Mal selbst als Hamburger Ermittler für die ARD vor der Kamera stehen. (dpa)