Tatort-Vorschau: Öko-Terroristen wollen Bremen verseuchen

Köln - Die Kommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) müssen Bremen vor einer Katastrophe bewahren. Unbekannte schicken ein Video an die Polizei, in dem sie die Freilassung des in U-Haft sitzenden Biochemikers Urs Render (Manfred Zapatka) fordern. Der soll öffentlich auspacken über die Geschäfte seines früheren Arbeitgebers, dessen Pestizide in Afrika Menschen töten.

In einer ersten Warnung färben sie das Wasser der Dusche eines Freibads mit Lebensmittelfarbe blutrot. Sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden, wollen sie mit den Pestiziden einen Anschlag in Bremen verüben, der viele Menschen das Leben kosten könnte.

„Wir wollten etwas »24« kopieren.“

Christian Jeltsch hat schon viele Bücher für den Bremer „Tatort“ geschrieben – unter anderem über gefährliche Handystrahlung –, nun dreht er mit diesem Fall über Öko-Terroristen in Norddeutschland an einem ganz großen Rad. Es geht um die Profitgier großer Konzerne, Moral und den verzweifelten Versuch, Menschen mit den falschen Mitteln für die richtigen Themen wachzurütteln.

„Der hundertste Affe“ spielt sich innerhalb weniger Stunden ab, und in denen drückt Regisseur Florian Baxmeyer ordentlich aufs Tempo: Zeitsprünge, das häufige Einblenden der Uhrzeit, schnelle Schnitte, ungewöhnliche Kamerafahrten (Kamera: Peter Joachim Krause). „Wir wollten etwas »24« kopieren“, sagt dann auch Sabine Postel in Anspielung auf die amerikanische Serie. Das Tempo hält der „Tatort“ auch bis zum Schluss, doch trägt die Produktion ziemlich dick auf. Wer aber nicht zu viel an der Handlung hinterfragt, wird einen durchaus gelungenen „Tatort“-Abend erleben.