Schon zum dritten Mal darf der „Tatort“ aus Weimar am Neujahrsabend laufen. Vermutlich hoffen die ARD-Programmplaner, der Restalkohol und der Kater machen die Zuschauer empfänglicher für den meist schrägen, oft albernen Humor dieser Spezialkrimis.

Nach „Der irre Iwan“ 2015 und „Der höllische Heinz“ 2019 folgt diesmal „Der feine Geist“. Diese Leuchtschrift flackert am maroden Haus, das sich Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) in der Weimarer Altstadt gekauft haben. Erstmals ist ihr „Zwerg“ mit am Tisch zu sehen, ihr etwa achtjähriger Sohn. „Geist“ heißt auch der Chef einer dubiosen Sicherheitsfirma (Ronald Zehrfeld), deren Mitarbeiter bei Geldtransporten aus nächster Nähe erschossen, regelrecht exekutiert werden. Kira Dorn muss die Ermittlungen allein führen, denn Partner Lessing hat sich nach einem Streifschuss selbst ins Krankenhaus eingeliefert. Als Taxi dient ihm seltsamerweise eine Pferdedroschke. Damit fehlt dem Krimi aber das amüsante Dauergeplänkel der beiden. Dorn hält nur lose Kontakt zu ihrem Mann, muss ihm erklären, nicht Eiter, sondern Äther desinfiziere seine Wunde.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.