Köln - Verängstigte Menschen knien am Boden, im Hintergrund richten schwer bewaffnete islamistische Kämpfer die Gewehre auf sie und erschießen ihre Opfer. Blutige Leichen von irakischen Soldaten werden auf einen Haufen geworfen. Abgetrennte Köpfe liegen im Staub. Solche grausigen Bilder und Videos werden von Terroristen inzwischen immer mehr über die sozialen Medien verbreitet. Gerade die im Irak und Syrien aktive Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) nutzt zum Beispiel Twitter und Youtube professionell und ganz bewusst.

Die Plattformen bieten den Radikalen eine neue Form der Propaganda. Sie dokumentieren dort ihren Vormarsch und die brutale Verfolgung religiöser Minderheiten, setzen sich regelrecht in Szene. „Sie fürchten sich vor dem Tod, während wir zu ihm eilen“, heißt es zum Beispiel in einem Youtube-Video, in der Bagdad als die kommende Hauptstadt des „Kalifats“ angekündigt wird. Auch werden Großereignisse wie etwa die Fußball-WM genutzt, um über Twitter Propaganda zu verbreiten. So tauchten typische Tweets unter dem Hashtag #WC2014 auf.

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