Ein wunderbares Potpourri: Die Songs von Tocotronic als Comic

Die Anthologie „Sie wollen uns erzählen“ huldigt mit zehn Songcomics der Hamburger Band. Künstler wie Jim Avignon haben sich darin verewigt.

Land unter in der Berliner Altbauwohnung: Julia Bernhards Comic zu „Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools“.
Land unter in der Berliner Altbauwohnung: Julia Bernhards Comic zu „Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools“.Ventil Verlag/Julia Bernhard

Berlin-Das ist mal ein geigensatter, geigenseliger, größenwahnsinniger Einstieg: In ihrem Song „Hoffnung“ umgarnen Tocotronic ihr Publikum erst mit süßlichen Klischeeklängen, einer kleinen Überwältigungsgeste. Dann allerdings legt Sänger Dirk von Lowtzow seine brüchige Stimme darüber und verbreitet tiefgründelnde Düsternis. Es geht um Isolation, um das Alleinsein und darum, keinen Ausweg zu finden. „Ich hab den Boden / Schwarz gestrichen / Wie komm ich aus / Der Ecke raus?“ Die Pointe hier: Die Isolation ist offenbar selbstverschuldet. Eben deswegen muss es auch einen Ausweg geben, einen Grund zur Hoffnung: „Hier ist ein Lied / Das uns verbindet / Und verkündet: / Bleibt nicht stumm.“

Unbegrenzt weiterlesen.

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € im Monat nur 0,50 € pro Woche für die ersten 6 Monate
  • Jederzeit kündbar
0,50 € / Woche
  • Zugriff auf alle Exklusivinhalte
  • E-Paper für alle Geräte
  • Jederzeit kündbar
32,99 € / Monat
  • Zugriff auf alle Exklusivinhalte
  • Wochenendausgabe in Ihrem Briefkasten
  • E-Paper für alle Geräte
  • Jederzeit kündbar
24,99 € / Monat