Berlin - Das ist mal ein geigensatter, geigenseliger, größenwahnsinniger Einstieg: In ihrem Song „Hoffnung“ umgarnen Tocotronic ihr Publikum erst mit süßlichen Klischeeklängen, einer kleinen Überwältigungsgeste. Dann allerdings legt Sänger Dirk von Lowtzow seine brüchige Stimme darüber und verbreitet tiefgründelnde Düsternis. Es geht um Isolation, um das Alleinsein und darum, keinen Ausweg zu finden. „Ich hab den Boden / Schwarz gestrichen / Wie komm ich aus / Der Ecke raus?“ Die Pointe hier: Die Isolation ist offenbar selbstverschuldet. Eben deswegen muss es auch einen Ausweg geben, einen Grund zur Hoffnung: „Hier ist ein Lied / Das uns verbindet / Und verkündet: / Bleibt nicht stumm.“

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