Die Politaktivisten von gestern mögen alt geworden sein, aber ihre Vergangenheit hat sich nicht erledigt. Niemand weiß das so gut wie jene scheinbar unbescholtene amerikanische Hausfrau von Mitte 50, die eines Tages beim Tanken an der Zapfsäule von einer FBI-Sondereinheit umstellt und verhaftet wird. Unter dem Namen Sharon Solarz, aber so nennt sich diese Frau schon lange nicht mehr. Seit mehr als dreißig Jahren lebt sie unter falscher Identität. Und das tun auch andere ihrer einstigen Mitstreiter von den Weather Underground.

Zu Anfang der 1970er-Jahre kämpfte diese Bewegung in den USA auf militante Weise gegen den Krieg in Vietnam, nachdem ihre zuvor friedlichen Proteste nicht gehört worden waren – jedenfalls nicht von den entscheidenden Leuten im Land. Deswegen wollten die Weather Underground den Krieg nun nach Hause holen, um das „ausbeuterische, mörderische System“ zu schlagen. Bei einem Überfall der Extremisten kam ein Wachmann ums Leben, erschossen. Die Beteiligten tauchten unter, auch Sharon (Susan Sarandon), deren Gefangennahme den Auftakt zum wichtigsten Hollywood-Film dieses Sommers bildet.

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