Dass die westlichen Demokratien gegenwärtig etwas komisch funktionieren, werden viele empfinden. Spätestens seit plötzlich jemand im Weißen Haus wohnt, den kurz zuvor noch alle Welt als schrillen, aber kurzlebigen Pausenclown auffasste, reibt man sich beständig die Augen. Die politischen Repräsentationssysteme des Westens ächzen. Klare Mehrheiten sind so fern wie das Meinungsspektrum diffus.

Und während politische Akteure zuweilen fünfzig-aktige Verhandlungsdramen aufführen, fragt sich mancher schon, ob überhaupt noch „regiert“ werden muss, wenn der (post)moderne Staatsapparat im Grunde auch von selbst funktioniert, indem er Automatismen oder informellen Antrieben folgt: digitalen Finanzströmen zum Beispiel, Lobbyverbänden und natürlich den Nachrichtendiensten?

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