Berlin - Lange hat die Volksbühne in der Shutdown-Saison geschwiegen, seit einer Woche nun geht es Schlag auf Schlag. Nach Claudia Bauers kauzigem Theaterfilm zu Ovids „Metamorphosen“ hat Alexander Eisenach zusammen mit dem vom Präsidium der Humboldt-Universität initiierten „Theater des Anthropozän“ nun einen Antiken-Abend live ins Volksbühnenrund gebracht, dem in seiner formalen Raffinesse und thematischen Dringlichkeit etwas Besonderes gelungen ist.

So verschraubt sein Titel „Anthropos, Tyrann (Ödipus)“ klingt, ist zwar auch das dramaturgische Konstrukt des Stücks, das die beiden sophokleischen Dramen um den unglücklichen König von Theben und seine Tochter Antigone als Parabeln auf das Dilemma der heutigen Wissensgesellschaft vor der absehbaren Klimakatastrophe nimmt. Doch findet es bei all der Komplexität immer in ein sehr konkreteres Spiel dazu.

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